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Chianti

Chianti

Chianti, das sind schillernde Geschichten.
Chianti, den hat in den 60er Jahre manch Deutscher als Urlaubsglück kennengelernt, nicht selten in der Version „solo per i tedeschi“ und in der Korbflasche im Käfer mit nach Hause genommen. Die Flasche hieß „fiasco“.
Chianti, das ist der Urgroßvater heutiger Weinbaugebietsregeln: Schon 1716 gab es für den Chianti ein derartiges Reglement.
Chianti, das ist auch der Wahnwitz heutigen Markenschutzes. Als Markenzeichen trug der Chianti classico seit 1924 einen schwarzen Hahn auf dem Etikett. Der hieß „Gallo Nero“. Bis einem amerikanischen Weingiganten einfiel, dass es nur einen Gallo in der Welt des Weins geben darf. Seitdem ist der schwarze Hahn namenlos.
Ganz nüchtern ist Chianti ein Weinbaugebiet in der Toscana, mit mehreren, ebenfalls als Weinbaugebiet klassifizierten Subzonen. Erzeugt werden Rotweine, die zu mind. 70% aus der Sangiovese-Rebe gekeltert werden müssen.