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Monterei

Monterei

Galizien liegt am Atlantik im äußersten Nordwesten Spaniens. Wer hier unverhofft abgesetzt würde, käme wahrscheinlich kaum darauf, dass er sich in Spanien befindet. Die Menschen sprechen untereinander nicht das kastilische spanisch sondern galizisch. Die Landschaft ist sattgrün, Regen ist was Alltägliches, Sommerhitze ist genauso selten wie Frost.

 

Eigentlich haben die Weine aus Galizien das Zeug zum Welterfolg: elegante, frisch-fruchtige Weißweine, ohne jede Schwere dank des mild-kühlen Klimas, völlig eigenständig dank der hochklassigen Rebsorten, die nur hier gedeihen. Aber die galizischen Weinbaugebiete sind außerhalb Spaniens kaum bekannt. Es gibt auch nur sehr begrenzte Mengen, die galizischen Weinbaugebiete sind klein, Erweiterungen mangels geeigneter Flächen nur begrenzt möglich.

Die galizischen Weine genießen zudem in Spanien eine Sonderstellung: Weißwein von dieser filigranen Eleganz lässt sich den heißen Regionen Spaniens nur bedingt erzeugen. Entsprechend wurden die galizischen Weine lange Zeit vom spanischen Inlandsmarkt förmlich aufgesogen und gut bezahlt. Für sonderliche Exportbemühungen sah daher früher kaum jemand Veranlassung. Diese Marktlage hat sich mit der Wirtschaftskrise in Spanien geändert, mittlerweile gibt es auch bei uns in Deutschland qualitativ und preislich attraktive Weine aus Galizien. Nur, kaum jemand kennt sie.

 

Eines dieser galizischen Weinbaugebiete ist Monterei. Das liegt abseits der Küste im Südostzipfel Galiziens. Hier macht sich schon ein wenig das Kontinentalklima des spanischen Binnenlands bemerkbar, es ist nicht ganz so feucht wie in den galizischen Küstenregionen. Das Weinbaugebiet ist winzig, keine 500 ha klein. Im Wesentlichen werden Weißweine erzeugt; die wichtigste Rebsorte ist Godello, eine Rebe die praktisch nur in Galizien gedeiht.